Der Sport-Tag

Früherer Vettel- und Red-Bull-Boss bringt sich bei Ferrari ins Spiel

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26.09.2026 | 08:24 Uhr

Der frühere Red-Bull-Teamchef Christian Horner will in die Formel 1 zurück und bringt sich bei Ferrari ins Spiel. Der Engländer möchte sein Comeback in der Motorsport-Königsklasse eigentlich als Teilhaber eines Rennstalls geben. Für das italienische Traditionsteam würde Horner aber eine Ausnahme machen. "Ich war ein Angestellter. Ich habe 21 Jahre lang an der Boxenmauer gesessen. Dazu muss ich nicht zurückkehren", sagte Horner der "Times" in England. "In dieser Phase meines Lebens gibt es nur ein Team, bei dem ich akzeptieren würde, nicht als Mitbesitzer beteiligt zu sein." Das ist die Scuderia.

"Ob ich Ferrari in Betracht ziehen würde? Ich meine, Ferrari ist die größte Marke in der Formel 1. Das ist der Traum. Und man könnte sagen, es ist de rschlafende Riese der Formel 1", sagte der 52-jährige Horner, der im Oktober seine Memoiren mit dem Titel "Drive" veröffentlicht. Bei Ferrari ist der Franzose Fred Vasseur Teamchef und steht unter großem Druck.

Horners Aus im Sommer 2025 bei Red Bull erfolgte inmitten einer sportlichen Krise. Seine Position war zusätzlich durch den Ärger um die Vorwürfe einer Mitarbeiterin geschwächt, die sich vom Teamchef unangemessen behandelt fühlte. Horner, früherer Vorgesetzter von Sebastian Vettel, wurde jedoch bei einer internen Untersuchung freigesprochen. Sein Aus war auch das Ende eines langen Machtkampfs bei Red Bull. Horner führte die Technik- und Motorenabteilung, war zudem verantwortlich für das Marketing. Nach dem Tod des im Herbst 2022 gestorbenen Red-Bull-Mitgründers Dietrich Mateschitz wollte Horner seinen Einfluss ausweiten. Seine Gegner auf der Seite der Erben setzten sich aber durch.

Verwendete Quelle: ntv.de