Offiziell: Svanadze beerbt Sagnol als Georgien-Trainer

Willy Sagnol ist nicht länger Trainer der georgischen Nationalmannschaft. Der georgische Fußballverband bestätigte am Samstag das Ende der Zusammenarbeit und präsentierte zugleich Ramaz Svanadze als Nachfolger. Der 45 Jahre alte Georgier erhält einen Vertrag bis Ende 2028 und steigt von der U 21 zur A-Auswahl auf. Sagnol hatte das Amt im Februar 2021 übernommen und Georgien in 57 Länderspielen betreut. Sein letzter Auftritt an der Seitenlinie war die 0:1-Niederlage gegen Nordirland am Freitag, bei der die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel. Der Verband bedankte sich bei dem Franzosen ausdrücklich für dessen Arbeit, die gemeinsam erlebten Emotionen und den historischen Weg der vergangenen Jahre.
Untrennbar mit Sagnols Amtszeit verbunden bleibt die Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Unter der Leitung des früheren Bayern-Profis qualifizierte sich Georgien erstmals überhaupt für die Endrunde eines großen Turniers. Nach einem 2:0 gegen Portugal erreichte der Außenseiter auf Anhieb das Achtelfinale, in dem der spätere Europameister Spanien beim 4:1 das Weiterkommen verhinderte. Dieser Erfolg machte Sagnol zum bislang erfolgreichsten Nationaltrainer des Landes. Der 49-Jährige bestritt während seiner aktiven Karriere 184 Bundesligaspiele für den FC Bayern München, gewann zahlreiche Titel und arbeitete später auch als Co- und Interimstrainer des Rekordmeisters. Nun setzt der Verband auf eine interne Lösung. Svanadze führte Georgiens U 21 zweimal zu einer EM-Endrunde und kennt zahlreiche Spieler aus dem Nachwuchsbereich. Bei der Heim-EM 2023 erreichte seine Mannschaft überraschend das Viertelfinale und gewann ihre Gruppe vor Portugal, den Niederlanden und Belgien. Für die letzten drei Partien der laufenden U-21-Qualifikation übernimmt Svanadzes bisheriger Assistent Giorgi Adamia die Nachwuchsauswahl.
Offiziell: Ward ist neuer Sportdirektor des FC Liverpool

Der FC Liverpool hat Julian Ward mit sofortiger Wirkung zum neuen Sportdirektor ernannt. Der 45-Jährige folgt auf Richard Hughes, der seinen Posten Anfang September nach gut zwei Jahren niedergelegt hatte. Ward wechselt aus seiner bisherigen Funktion als Technischer Direktor der Fenway Sports Group zurück in die sportliche Verantwortung an der Anfield Road. Für den Engländer ist es eine Rückkehr auf einen vertrauten Posten: Bereits in der Saison 2022/23 hatte er als Sportdirektor der Reds gearbeitet, ehe er die Position 2023 auf eigenen Wunsch abgab. Seine Verbindung zum Klub reicht bis ins Jahr 2012 zurück. Damals wechselte Ward nach Tätigkeiten für Manchester City und den portugiesischen Fußballverband in die Scoutingabteilung Liverpools. Anschließend arbeitete er als europäischer Scouting-Manager, Leiter des Leihspielermanagements und stellvertretender Sportdirektor. 2024 kehrte er als Technischer Direktor zur FSG zurück.
FSG-Präsident Mike Gordon bezeichnete Ward aufgrund seiner Erfahrung und seiner Kenntnisse der Strukturen beim FC Liverpool als idealen Kandidaten. Der neue Sportdirektor soll den Fußballbereich führen und Cheftrainer Andoni Iraola bei der weiteren Entwicklung der Mannschaft unterstützen. Ward sprach von einer großen Verantwortung und einem Privileg. Er kenne die Anforderungen und Ambitionen des Vereins aus erster Hand und wolle ein Umfeld schaffen, das sportliche Leistungen ebenso fördert wie die Entwicklung der Spieler und Mitarbeiter. Die Zusammenarbeit zwischen Profimannschaft und Nachwuchsakademie soll weiter gestärkt werden. Mit der internen Lösung setzt Liverpool auf Kontinuität: Ward kennt die Entscheidungswege, das internationale Scouting und die Nachwuchsstrukturen des Klubs seit vielen Jahren. Nach dem Rücktritt von Hughes ist damit eine zentrale Führungsposition wieder besetzt.