Panorama

Bereits 195 StundenkilometerHurrikan "Irma" gewinnt an Stärke

04.09.2017, 23:47 Uhr

Noch hat "Irma" nicht die zerstörerische Kraft von "Harvey" erreicht. Am Mittwoch könnte es aber soweit sein. Den Vorhersagen zufolge trifft er dann im Norden Puerto Ricos auf Land.

Hurrikan "Irma" nimmt über der Karibik weiter an Fahrt auf. Der Wirbelsturm der Kategorie drei näherte sich mit Windgeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern dem Osten der Karibik und dürfte bis Mittwoch bedrohlich an Stärke zulegen, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA am Montag mitteilte. Mehrere Inseln der Kleinen Antillen sowie das US-Außengebiet Puerto Rico wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

"Irma" könnte den Vorhersagen zufolge am Mittwoch zwischen 8.00 Uhr und 12.00 Uhr MESZ mit voller Wucht im Norden von Puerto Rico auf Land treffen. Experten rechneten damit, dass der Sturm bis dahin zu einem Hurrikan der Stufe vier auf der fünfstufigen Skala hochgestuft wird. Sie warnten, dass der Sturm eine Kraft entwickeln könnte wie Hurrikan "Harvey", der Ende August für Zerstörungen und Überschwemmungen im Süden der USA gesorgt hatte.

Puerto Rico rüstet sich

Laut NHC könnte "Irma" auf seinem Durchzug einen Anstieg des Meeres um drei Meter, Starkregen und "große zerstörerische Wellen" auslösen. Puerto Rico rüstete sich für eine Katastrophe: Der Gouverneur des US-Außengebietes, Ricardo Rossello Nevares, mobilisierte die Nationalgarde und kündigte die Einrichtung von Notunterkünften für 62.000 Menschen an. Ein mit einem Feldkrankenhaus ausgestatteter US-Flugzeugträger wurde vorsorglich in die Region geschickt. Die Hauptstadt San Juan im Norden der Insel ordnete für 900 Beamte - darunter Polizisten, medizinisches Personal und Sozialarbeiter - Sonderschichten an.

Die genaue Route von "Irma" ist noch unklar, aber laut verschiedenen Vorhersagen wird er wohl über Haiti, die Dominikanische Republik und Kuba hinwegfegen, bevor er weiter nördlich in Richtung Florida und möglicherweise zur US-Ostküste weiterzieht.

Quelle: bad/AFP

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