Perfekt für kalte TageVier Heizlüfter im Test - welcher heizt am schnellsten ein?

Schluss mit Frieren! Mobile Heizlüfter wärmen Räume schnell auf, wenn es draußen klirrend kalt ist. Worauf sollten Verbraucher beim Kauf achten? Für den ntv Produkt-Check testen wir vier Modelle.
Angenehme Wärme, wenn man aus der Dusche kommt oder mit kalten Füßen auf der Couch sitzt - mobile Heizlüfter machen's möglich. Es gibt sie mit Keramik-Heizelement oder Drahtgeflecht, mit viel und weniger Power. Manche Modelle sind lauter, andere leiser. Welches Gerät im Test überzeugt?
Heizlüfter im Test - das Fazit
Der Dreo Heizlüfter* für circa 50 Euro ist am Ende unser Favorit: Das Gerät ist das leiseste im Test, verbraucht am wenigsten Strom und sorgt in unserer Stichprobe fast genauso schnell für wohlige Wärme wie die anderen Geräte.
Insgesamt seien Heizlüfter jedoch kein Heizungsersatz, betont Experte Harald Lacher, Energieberater der Verbraucherzentrale.. Eher würden sie sich dafür eignen, den Nahbereich um die Person zu erwärmen. Um die Temperatur im ganzen Raum zu erhöhen, sollte weiterhin die zentrale Heizung genutzt werden, die auch in Sachen Stromverbrauch in der Regel deutlich günstiger ist.
So testen wir die Produkte
Wir schauen uns die Geräte zusammen mit dem Experten an. Die zentralen Fragen: Wie laut oder leise sind die Geräte? Wie schnell erwärmen sie den Raum? Dazu kühlen wir den Raum immer wieder auf 20 Grad runter und lassen dann die einzelnen Geräte laufen. Wie schnell schaffen sie es, die Raumtemperatur auf 25 Grad Celsius zu erhöhen? Zudem schauen wir uns an, wie gut sich die warme Luft im Raum verteilt und welche Zusatzfunktionen die Testgeräte liefern.
Die vier Heizlüfter im Test
Testsieger: Dreo Heizlüfter, circa 50 Euro*
Hinweis: Die Verkaufspreise können sich jederzeit ändern, Händler passen ihre Preise oft unabhängig von der unverbindlichen Empfehlung des Herstellers an.
Der Testsieger: Dreo Heizlüfter
Kurz und knapp: Der Dreo-Heizlüfter ist etwa 15,3H x 25B x 15,3T groß und wiegt 1,7 Kilogramm. Er hat einen Griff, was den Transport erleichtert, und ist mit mehreren Heizstufen und -modi ausgestattet. Außerdem verfügt er über praktische Extras wie einen Timer oder eine Kindersicherung.
Im Gegensatz zum günstigen Modell, das nur einen Heizdraht hat, der schneller verschleißt, hat der Dreo - genauso wie die anderen beiden Geräte in unserem Produkt-Check - ein Keramik-Heizelement. Das ist stabiler, leitet die Wärme gleichmäßiger und heizt schneller auf. Dadurch braucht ein solcher Lüfter keinen großen Ventilator mehr, der die Wärme verteilt. Der große Vorteil davon: Er ist recht leise, im Schnitt 53 Dezibel auf der höchsten Stufe. Das ist so viel wie ein leiser Kühlschrank im Nebenraum. Das Gerät ist insgesamt das leiseste in unserem Test.
Für den Temperaturanstieg braucht der Dreo Heizlüfter* zehn Minuten länger als das Gerät von Emerio. In 55 Minuten steigt die Raumtemperatur von 20 auf 25 Grad Celsius, die warme Luft verteilt sich angenehm im ganzen Raum.
Emerio FH-106737.2
Kurz und knapp: Der Heizlüfter von Emerio ist mit einem Preis von circa 15 Euro der günstigste im Test. Er hat einen praktischen Tragegriff, ist mit etwa 900 Gramm Gewicht sehr leicht und mit einer Größe von 26H x 21B x 12T recht klein, was den Heizlüfter gut portabel macht. Er hat keine Fernbedienung und lässt sich nur am Gerät selbst über einen Drehschalter steuern. Damit lassen sich zwei Heizstufen wählen (1.000 Watt / 2.000 Watt Leistung).
Im Gegensatz zu den anderen Keramik-Lüftern hat dieser einen Heizdraht und Ventilator. Der Heizdraht erwärmt sich je nach Leistungsstufe, parallel verteilt der Propeller der Ventilatorfunktion die warme Luft. Das Gerät hat einen sogenannten Kippschalter. Fällt der Heizlüfter um, löst der Schalter einen Kontakt und das Gerät wird automatisch ausgeschaltet. Einen solchen Kippschalter haben alle unserer vier Geräte und bei allen funktioniert er während des Tests. Dennoch rät der Experte, das Gerät immer freistehen zu lassen und keine Tücher oder Decken davor zu hängen. Außerdem sollte man immer Abstand zu Wänden lassen und das Gerät auf einen festen Untergrund stellen. Und, ganz wichtig, das Gerät nie ohne Aufsicht laufen lassen.
Das Emerio-Gerät* ist mit 58 Dezibel recht laut, vergleichbar mit einem Föhn auf niedriger Stufe. Innerhalb von 45 Minuten erhöht der Lüfter die Raumtemperatur um fünf Grad Celsius und verteilt die warme Luft bis unter die Decke.
Brandson Heizlüfter
Kurz und knapp: Das Gerät von Brandson ist mit den Maßen das 42H x 18B x 14T Zentimeter das größte im Testfeld und wiegt etwa 2,3 Kilogramm. Die Erwärmung des Raums dauert hier im Vergleich am längsten.
Grundsätzlich steht das Gerät stabil und verfügt auch über einen Tragegriff, der das einfache Umstellen ermöglicht. Auch hier gibt es einen Kippschalter und einen Überhitzungsschutz, der dafür sorgt, dass das Gerät im Falle einer zu hohen Temperatur automatisch abschaltet. Es gibt einen Timer, mit dem man den Heizlüfter individuell zwischen null und acht Stunden einstellen kann. Mit einer zuschaltbaren Oszillationsfunktion, das heißt, das Gerät dreht sich von links nach rechts. So verteilt der Keramik-Heizlüfter die Wärme gleichmäßig im Raum.
In unserem Test messen wir beim Brandson Heizlüfter* 55 Dezibel. Es braucht eine Stunde, um die Raumtemperatur auf 25 Grad zu erhöhen - damit braucht dieses Modell von allen Geräten im Test am längsten.
Lebenlang Keramik Heizlüfter
Kurz und knapp: Der Heizlüfter von Lebenlang ist 25,5H x 17B x 17T Zentimeter groß und wiegt 1,6 Kilogramm, es gibt einen Tragegriff. Die 75-Grad-Oszillationsfunktion sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im gesamten Raum. Das Gerät hat einen Überhitzungsschutz und einen Kippschalter.
Der Heizlüfter von Lebenlang ist der teuerste in unserem Test. Er lässt sich ebenso mit Fernbedienung steuern und zusätzlich - als einziges Gerät im Test - per App. Damit lässt sich beispielsweise ein Timer zwischen null und neun Stunden einstellen, das Gerät schaltet sich nach Ablauf automatisch ab. Zudem gibt es eine Wochenplanung, damit kann man den Timer für einen beliebigen Tag einstellen und den Raum somit vorheizen lassen. Der Experte rät allerdings auch hier, das Gerät nie allein laufen zu lassen, sondern zur Sicherheit immer in der Nähe zu bleiben.
Der Lebenlang Keramik Heizlüfter* ist 58 Dezibel laut und braucht wie das Gerät von Dreo 55 Minuten, um die Raumtemperatur um fünf Grad zu erhöhen. Der drehbare Turm hat als einziges Gerät in unserem Test Probleme, die warme Luft bis unter die Decke zu pusten.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 8. Januar 2026 und wurde danach redaktionell überarbeitet.



