Baden-WürttembergMetall und Elektro: Tarifgespräche gehen in die zweite Runde

Die erste Verhandlungsrunde endete ohne Angebot der Arbeitgeber. Nun treffen sich IG Metall und Südwestmetall erneut. Die Zeit drängt, denn Warnstreiks sind bald möglich.
Kornwestheim (dpa/lsw) - Die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs gehen in die nächste Runde. Ab etwa 11.00 Uhr verhandeln die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite an diesem Dienstag in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg). Es ist die zweite Verhandlung in der laufenden Tarifrunde. Die erste Runde vor knapp drei Wochen war ohne Angebot seitens des Arbeitgeberverbands Südwestmetall zu Ende gegangen.
Die IG Metall hat für die etwa 900.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten fünf Prozent mehr Geld gefordert. Die Beschäftigten arbeiten in ganz unterschiedlichen Branchen wie zum Beispiel Autoindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Rüstungsgüter. Branchen wie die Autoindustrie stehen gerade wirtschaftlich mächtig unter Druck.
Gewinnbeteiligung bei erfolgreichen Betrieben gefordert
Zudem wolle man mit den Arbeitgeberverbänden über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln und eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in profitablen Firmen erreichen, hatte die Gewerkschaft vor der Tarifrunde mitgeteilt. Für Beschäftigte und Auszubildende in wirtschaftlich erfolgreichen Betrieben strebt die Gewerkschaft zudem eine tarifliche Gewinnbeteiligung an.
"Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen steht auf dem Spiel. Statt um Lohnerhöhungen muss es diesmal um wirkliche Entlastungen für die Firmen gehen", sagte der Verhandlungsführer von Südwestmetall, Peter Sebastian Krause, nach der ersten Verhandlung.
Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktober. Warnstreiks wären also ab diesem Sonntag möglich.