Mecklenburg-VorpommernMehr als 100 Fälle - Mutmaßlicher Intensivtäter verhaftet

Seit Jahren fällt ein mutmaßlicher Intensivtäter immer wieder im Raum Malchin polizeilich auf. Jetzt gelang es, einen Haftbefehl gegen ihn zu erwirken.
Malchin (dpa/mv) - Nach einer Vielzahl von Gewalttaten, Eigentumsdelikten und Verkehrsstraftaten in Malchin und Umgebung hat die Polizei jetzt einen mutmaßlichen Intensivtäter (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Das Landgericht Neubrandenburg erließ Haftbefehl gegen den 32-jährigen Deutschen, wie die Polizei mitteilte.
Es gehe um mehr als 100 Fälle, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Sie reichten von illegalen Autorennen über Einbrüche und Diebstahl bis zu gewalttätigem Widerstand gegen Polizisten. Manchmal habe es mehrere Einsätze wegen des Mannes an einem Tag gegeben. Der akribischen Arbeit der Beamten sei es zu verdanken, dass jetzt Haftbefehl erlassen wurde.
Mutmaßlicher Intensivtäter
Der mutmaßliche Intensivtäter soll etwa zu einem Trio gehört haben, das im Mai 2025 einen Mann, der in einem leerstehenden Haus in Malchin schlief, krankenhausreif geprügelt haben soll. Anfang Juni 2026 soll der 32-Jährige einen Stein in ein Küchenfenster geworfen haben, als sich die dort wohnende Familie im Raum befand.
Als die Polizei ihn in Gewahrsam nehmen wollte, weil er an dem Tag schon mehrfach aufgefallen war, hatten die Beamten erhebliche Schwierigkeiten, seinen Widerstand zu überwinden - obwohl vorsorglich sechs Streifenwagen geschickt worden waren. Zwei Beamte verletzte der Mann laut Polizei mit Tritten, einen von ihnen so heftig, dass er zunächst dienstunfähig war.