Der Börsen-Tag
22. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax vollzieht Berg- und Talfahrt

Nach dem freundlichen Wochenauftakt haben sinkende Ölpreise für Kauflaune am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Nach einem Start mit Verlusten drehte der Dax ins Plus, um gegen Handelsende wieder seine Gewinne abzugeben. Anleger setzten auf eine mögliche Annäherung zwischen den USA und dem Iran am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Mehreren Insidern zufolge will Saudi-Arabien zudem den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline wieder aufnehmen. Der Dax schloss kaum verändert bei 25.579 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 6331 Zählern.

US-Präsident Donald Trump erwartet allerdings erst nach den Kongresswahlen am 3. November ein Abkommen mit dem Iran. "Ich glaube, wir werden direkt nach der Wahl eine Einigung erzielen, weil es für sie keinen Sinn ergibt, dies nicht zu tun", sagte der 80-Jährige vor der UN-Vollversammlung. Die Führung in Teheran warte ab, wie er bei den Midterms abschneide. Die Ölpreise drehten nach anfänglichen Zuwächsen ins Minus.

Für Evonik ging es 4,3 Prozent nach oben. Im Handel wurde auf Medienberichte verwiesen, laut denen BASF Interesse an dem Spezialchemiekonzern haben soll. Gespräche über eine mögliche Transaktion sollen Anfang des Jahres geführt worden sein. Im Handel gibt man sich skeptisch. BASF verteuerten sich um 0,8 Prozent. TUI gewannen 0,1 Prozent. Der Reisekonzern hat die Prognosespanne für das laufende Jahr eingeengt.

Dax vollzieht Berg- und Talfahrt
17:13 Uhr

Schwankungen am Ölmarkt nutzen

Seit ein paar Wochen hat der Ölpreis wieder deutlich angezogen und mit dem nahenden Winter wird die Nachfrage wohl noch weiter steigen. Ob Autofahrer dennoch auf einen fallenden Ölpreis hoffen können und wie Trader die Schwankungen am Ölmarkt nutzen können, darüber spricht Patrick Dewayne mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

Schwankungen am Ölmarkt nutzen
17:01 Uhr

Das sollten Anleger zu aktiven ETFs wissen

Viele ETFs bilden passiv einen Index nach und versprechen oft günstige Gebühren. Doch daneben gibt es auch aktive ETFs, die nach Auswahl eines Fondsmanagers investieren. Was es dabei zu beachten gibt und ob es sich lohnt, in aktive ETFs zu investieren, darüber spricht Nancy Lanzendörfer mit Claudia Müller vom Female Finance Forum.

Das sollten Anleger zu aktiven ETFs wissen
16:44 Uhr

Evonik-Aktie gefragt - Berichte über Gespräche mit BASF

Berichte über mögliche Gespräche mit BASF treiben Evonik-Anleger um. Die Aktien des Spezialchemiekonzerns steigen in der Spitze um 4,8 Prozent und sind damit auf Kurs zum größten Tagesplus seit gut drei Monaten. Marktteilnehmer verwiesen auf Übernahmegerüchte in Presseberichten. Mehrere Online-Medien bezogen sich auf den Informationsdienst Dealreporter, demzufolge BASF in diesem Jahr Gespräche über eine mögliche Transaktion mit Evonik geführt habe. Der Dienst habe sich auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen bezogen. Auch der M&A-Informationsdienst Mergermarket habe über Übernahmegerüchte berichtet, sagte ein Analyst.

"Grundsätzlich kommentieren wir keine Marktgerüchte oder Spekulationen", teilte ein BASF-Sprecher auf Anfrage mit. Auch Evonik wollte die Berichte nicht kommentieren. Ankeraktionär von Evonik ist die Essener RAG-Stiftung, die rund 43 Prozent der Anteile hält. Sie will aber ihre Abhängigkeit von der Chemieindustrie verringern und den Anteil perspektivisch auf 25,1 Prozent abschmelzen.

Evonik-Aktie gefragt - Berichte über Gespräche mit BASF
16:30 Uhr

Erdgaspreise sinken

Die europäischen Erdgaspreise geben im Nachmittagshandel nach, der Abwärtsdruck dürfte aber begrenzt sein. "Dies liegt daran, dass es auf dem Gasmarkt im Gegensatz zum Ölmarkt keine alternativen Routen gibt, über die das derzeit fehlende LNG aus Katar transportiert werden könnte", sagt Norman Liebke von der Commerzbank. "Solange die Straße von Hormus offiziell geschlossen bleibt, erreicht nur ein kleiner Teil des katarischen LNG den Weltmarkt."

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(Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber)

Hinzu kommt, dass die europäischen Speicherstände vor der Heizperiode deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegen. Unterdessen soll die Gas-Koordinierungsgruppe der Europäischen Kommission am Donnerstag die Marktlage erörtern. Der niederländische Referenzkontrakt TTF notiert 2,5 Prozent niedriger bei 71,44 Euro je Megawattstunde.

Erdgaspreise sinken
16:18 Uhr

Konsumlaune im Euroraum schlechter als erwartet

Die Stimmung der Verbraucher im Euroraum hat sich im September stärker als erwartet eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima sank gegenüber dem Vormonatswert um einen vollen Punkt auf minus 16,5 Punkte, wie aus der Umfrage der EU-Kommission hervorgeht. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf minus 16,0 Zähler gerechnet.

Das Verbrauchervertrauen entfernte sich nach einer viermonatigen Erholungsphase erneut von seinem langfristigen Durchschnitt. Die gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs haben die Verbraucherpreise im Euroraum nach oben getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im August um durchschnittlich 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Aufgrund der zweiten Welle steigender Energiepreise dürfte die Inflation laut EZB-Chefvolkswirt Philip Lane länger erhöht bleiben und sich erst ab Mitte 2027 wieder dem Zielwert von 2,0 Prozent annähern.

Konsumlaune im Euroraum schlechter als erwartet
15:58 Uhr

Wall Street profitiert von nachlassenden Inflationsängsten

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(Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Die US-Börsen starten mit einem kleinen Plus in den Handel. Nach der Rally vom Wochenbeginn agieren die Anleger zunächst etwas zurückhaltender. Übergeordnet stützen jedoch weiter nachlassende Inflationssorgen, wie es aus dem Handel heißt. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,2 Prozent auf 52.137 Punkte. Der S&P-500 gewinnt ebenfalls 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent.

Gamestop rücken um 4,1 Prozent vor. Aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht geht hervor, dass CEO Ryan Cohen weitere 1,15 Millionen Aktien des Videospielehändlers gekauft hat. Der Kurs von Millerknoll steigt um 1 Prozent; der Möbelhersteller hat nach einem schwachen ersten Geschäftsquartal seine Umsatzprognose gesenkt, die Gewinnprognose aber bekräftigt. Alibaba verbessern sich um 3,4 Prozent. Das Unternehmen hat seinen bisher leistungsstärksten KI-Chip und sein bisher umfangreichstes KI-Modell vorgestellt.

Wall Street profitiert von nachlassenden Inflationsängsten
15:48 Uhr

Dollar kurzzeitig bei Siebenwochenhoch - Ölpreise schwanken

Der US-Dollar hat gegenüber einem Währungskorb kurzzeitig ein Siebenwochenhoch erreicht, bevor er angesichts schwankender Ölpreise seine Gewinne wieder abgab. Die Rohölpreise gaben nach, nachdem die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News berichtet hatte, der Iran habe angeboten, die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, falls die USA Schritte zur Lockerung des militärischen Drucks unternehmen. Ein früherer Anstieg der Ölpreise, der die anhaltenden Risiken für die Schifffahrt widerspiegelte, hatte den Dollar aufgrund der Position der USA als Nettoölexporteur und der Rolle der Währung als sicherer Hafen gestützt.

Unterdessen wetten die Märkte auf weitere Zinserhöhungen in den USA, nachdem die US-Notenbank Fed die Zinsen in der vergangenen Woche um einen Viertelpunkt angehoben und weitere Schritte signalisiert hatte. Der DXY-Dollarindex steigt um 0,1 Prozent auf 100,514, nachdem er zuvor bis auf 100,667 gestiegen war.

Dollar kurzzeitig bei Siebenwochenhoch - Ölpreise schwanken
15:26 Uhr

Mercedes-Benz: Ohne Kostensenkung werden zwei Werke geschlossen

Im Streit zwischen Management und Betriebsrat bei Mercedes-Benz droht der Autobauer mit der Schließung von zwei Werken in Deutschland. "Es ist unser klares Ziel, alle deutschen Standorte zu erhalten", sagte Produktionschef Michael Schiebe auf einer Betriebsversammlung am Montag im Werk Sindelfingen, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Dafür müssten die Kosten aber gesenkt werden. "Gelingt uns dies nicht, werden wir ein deutsches Aufbauwerk sowie ein deutsches Powertrain-Werk schließen müssen." Der Betriebsrat kündigte Widerstand an.

Mercedes bestätigte damit erstmals offiziell die Warnungen des Vorstands, über die Medien berichtet hatten. Die Unternehmensführung hatte im Juni angekündigt, die Produktivität müsse in Deutschland angesichts der Belastungen durch das schwache China-Geschäft und höhere US-Zölle steigen. Um zu hohe Kosten zu senken, fordert das Management, für das gleiche Geld länger zu arbeiten. Der Betriebsrat wies das zurück. Seither sind die Sozialpartner im Gespräch und sondieren mögliche Maßnahmen. Es sei aber "weder etwas verhandelt noch beschlossen", hieß es vom Gesamtbetriebsrat.

Mercedes-Benz: Ohne Kostensenkung werden zwei Werke geschlossen
15:04 Uhr

BMW und VW rechnen mit deutlich schrumpfendem chinesischen Automarkt

Spitzenmanager von Volkswagen und BMW rechnen mit einem deutlichen Rückgang des chinesischen Automarktes. Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der verkauften Autos in der Volksrepublik um ein Fünftel schrumpfen, sagte VW-China-Chef Ralf Brandstätter bei einer Branchenkonferenz. Der derzeitige Absatzeinbruch sei vergleichbar mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. BMW-Chef Milan Nedeljkovic sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der Verkauf von Neuwagen könnte unter 20 Millionen Autos sinken, gegenüber 24 Millionen im vergangenen Jahr.

Zugleich sei derzeit keine Drosselung der Produktion zu erkennen, die bei fast 30 Millionen Autos liege. "Das bedeutet: Fast zehn Millionen Autos gehen in den Export, das bringt die Autopreise weltweit unter Druck", sagte Nedeljkovic. In Europa sei auch deswegen ein enormer Preisdruck entstanden, weil die Preise vieler chinesischer Autos nicht nach marktwirtschaftlichen Mechanismen zustande kämen, sagte Nedeljkovic. Das führe dazu, dass in Europa protektionistische Tendenzen entstünden und es Bestrebungen gebe, die eigenen Märkte zu schützen.

BMW und VW rechnen mit deutlich schrumpfendem chinesischen Automarkt
14:43 Uhr

Reaktion auf Turbulenzen: Istanbuler Börse wirft ein Viertel der Mitglieder aus Leitindex

Nach den jüngsten Kursturbulenzen muss mehr als ein Viertel der Mitglieder den Istanbuler Leitindex BIST-100 verlassen. Der Betreiber der türkischen Aktienbörse gab die Änderungen, die ab dem kommenden Monat gelten sollen, bekannt. Einen Grund nannte er nicht. Vergangene Woche hatte die türkische Zentralbank zusätzliches Geld in den Kapitalmarkt gepumpt, nachdem einige Vermögensverwalter in Zahlungsnöte geraten waren und einen Ausverkauf bei Aktien ausgelöst hatten. Mehr als 100 der betroffenen Fonds wurden anschließend zwangsliquidiert. Parallel dazu wurden zahlreiche Personen wegen mutmaßlicher Kursmanipulationen festgenommen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Zu den Werten, die den Istanbuler Leitindex verlassen müssen, zählten die Finanzinstitute Destek und Katilimevim. Deren Aktien hatten ihren Wert seit Jahresbeginn zunächst vervielfacht. In den vergangenen Wochen büßten sie einen Großteil dieser Kursgewinne jedoch wieder ein. Einige der zwangsliquidierten Fonds gehörten zu den größten Investoren dieser Unternehmen.

Reaktion auf Turbulenzen: Istanbuler Börse wirft ein Viertel der Mitglieder aus Leitindex
14:19 Uhr

Wie oft erhöht die EZB 2026 noch den Leitzins?

Volkswirte von Morgan Stanley erwarten, dass die EZB ihren Leitzins im aktuellen Zyklus nur noch ein Mal - im Dezember - um 25 Basispunkte auf dann 2,75 Prozent erhöhen wird. "Wir gehen nicht vom Beginn eines klassischen Zinserhöhungszyklus aus. Höhere Gaspreise treiben zwar die Inflation an, schwächen jedoch gleichzeitig die Realeinkommen und die Nachfrage, während die zugrunde liegende Wachstumsrate in Europa niedrig bleibt", schreiben sie in einem Kommentar. Auf den Zinsschritt im Dezember wird nach ihrer Einschätzung eine längere Zinspause und dann - noch 2027 - eine leichte geldpolitische Lockerung folgen.

Wie oft erhöht die EZB 2026 noch den Leitzins?
13:45 Uhr

Geldmarkt-Zinskurve wird flacher

Die Zinskurve am europäischen Geldmarkt verflacht sich. Volkswirte von Morgan Stanley erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins im aktuellen Zyklus nur noch ein Mal - im Dezember - um 25 Basispunkte auf dann 2,75 Prozent erhöhen wird. "Wir gehen nicht vom Beginn eines klassischen Zinserhöhungszyklus aus. Höhere Gaspreise treiben zwar die Inflation an, schwächen jedoch gleichzeitig die Realeinkommen und die Nachfrage, während die zugrunde liegende Wachstumsrate in Europa niedrig bleibt", heißt es. Auf den Zinsschritt im Dezember wird nach ihrer Einschätzung eine längere Zinspause und dann - noch 2027 - eine leichte geldpolitische Lockerung folgen.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,40 - 2,60 (2,43 - 2,48), Wochengeld: 2,41 - 2,46 (2,38 - 2,60), 1-Monats-Geld: 2,54 - 2,61 (2,46 - 2,71), 3-Monats-Geld: 2,46 - 2,80 (2,46 - 2,81), 6-Monats-Geld: 2,92 - 3,07 (2,94 - 3,08), 12-Monats-Geld: 3,22 - 3,39 (3,26 - 3,43), Euribors: 21.09. 18.09. 3 Monate: 2,624 (2,620), 6 Monate: 2,991 (2,978), 12 Monate: 3,354 (3,343)

Geldmarkt-Zinskurve wird flacher
13:21 Uhr

Insider: Saudi-Arabien vor Wiederaufnahme der Ölexporte über Rotes Meer

Und noch eine ermutigende Nachricht: Saudi-Arabien nimmt Insidern zufolge seine nach Drohnenangriffen beschädigte wichtige Ost-West-Pipeline wieder in Betrieb. Die Ölexporte über den Hafen Janbu am Roten Meer könnten noch heute wieder aufgenommen werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters. Zweien von ihnen zufolge pumpt die Pipeline zunächst mit geringer Leistung. Der staatliche Energiekonzern Saudi Aramco war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Saudi-Arabien hatte die Pipeline nach Drohnenangriffen durch die Huthi-Miliz aus dem Jemen am 13. September abgeschaltet. Dies führte zu einem Stopp der Rohöl-Verladungen in dem Hafen. 

Insider: Saudi-Arabien vor Wiederaufnahme der Ölexporte über Rotes Meer
12:57 Uhr

Anteil von E-Autos bei Neuzulassungen in EU erreicht Rekord 

Der Anteil der Elektroautos bei den Neuzulassungen in der EU ist 2025 auf Rekordniveau gestiegen. Pkw mit reinem Elektroantrieb kamen auf 17,3 Prozent an allen Neuzulassungen, wie das Statistische Bundesamt nach Ergebnissen der europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit sei gut jeder sechste neu zugelassene Pkw in der EU ein E-Auto gewesen.  

Weitere 42,4 Prozent der neu zugelassenen Pkw waren demnach Hybridautos, 27,3 Prozent reine Benzin- und 9,8 Prozent reine Dieselfahrzeuge. Andere Antriebsarten wie Flüssig- oder Erdgas spielten eine untergeordnete Rolle. Der Anteil reiner Elektroautos an den jährlichen Neuzulassungen in der EU ist binnen zehn Jahren deutlich gestiegen - 2015 lag er erst bei 0,4 Prozent.

Anteil von E-Autos bei Neuzulassungen in EU erreicht Rekord 
12:32 Uhr

Geschieht was bei Hormus? Brent fällt unter 100 Dollar - Dax lebt auf

Rohöl der Sorte Brent fällt angesichts der Hoffnung auf eine diplomatische Initiative zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran unter 100 US-Dollar je Barrel. Die globale Öl-Benchmark verbilligt sich um 1,2 Prozent auf 99,11 US-Dollar je Barrel, während der US-Ölpreis WTI um 2,7 Prozent auf 93,20 US-Dollar je Barrel nachgibt, nachdem die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News berichtet hatte, dass der Iran vorgeschlagen habe, die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, wenn die amerikanische Blockade aufgehoben werde. Auch der Dax dreht ins Plus und gewinnt am Mittag 0,4 Prozent auf 25.685 Punkte. Der EuroStoxx50 notiert 0,5 Prozent höher bei 6351 Stellen.

"Der Bericht löste neue Verkäufe aus, da die Händler ihn als frisches Deeskalationssignal im Vorfeld der UN-Generalversammlung in dieser Woche werteten", sagt Kaynat Chainwala von Kotak Securities. "Bis bei den Treffen in dieser Woche ein konkretes Ergebnis vorliegt, erscheint die Risikoprämie für Rohöl anfällig für einen weiteren Abbau, obwohl ins Stocken geratene Gespräche die Bewegung ebenso schnell umkehren könnten."

Geschieht was bei Hormus? Brent fällt unter 100 Dollar - Dax lebt auf
12:10 Uhr

Meyer: Deutschland steckt in der Industrie-Polykrise

Nicht nur die Chemie steckt in der Krise - weite Teile der deutschen Industrie stehen gleichzeitig unter Druck. Hohe Energie- und Standortkosten, schwache Nachfrage, Bürokratie, China-Konkurrenz und geopolitische Risiken. Evonik streicht nun Tausende Stellen. Deutschland steckt in der Industrie-Polykrise, sagt ntv-Börsenexperte Frank Meyer.

Meyer: Deutschland steckt in der Industrie-Polykrise
11:46 Uhr

Bitcoin fällt zurück

Der Bitcoin gibt nach. Er notiert 0,8 Prozent schwächer bei 85.948 US-Dollar. Er hält sich aber in der Nähe seiner Höchststände seit Januar. Ein breiter Rückgang der globalen Anleiherenditen habe das Umfeld für Risikoanlagen verbessert. Der Spielraum für weitere Rückgänge sei jedoch möglicherweise begrenzt, meint Konstantinos Chrysikos von Kudo.com. Die bevorstehenden Inflationsdaten würden entscheidend sein, da die Märkte weitere Zinserhöhungen im Blick hätten, so der Stratege.

Bitcoin fällt zurück
11:25 Uhr

Krypto im Mainstream angekommen

Der Bitcoin zeigt sich nach seiner jüngsten Erholung weiter im Aufwärtsmodus. Welche Faktoren den Kryptomarkt derzeit stützen und wie Anleger sich am Kryptomarkt engagieren können, darüber spricht Patrick Dewayne jetzt mit Stijn Vander Straeten von Crypto Finance.

Krypto im Mainstream angekommen
11:05 Uhr

Pharmariese mit Adipositas-Mittel auf gutem Weg

Roche hat mit seinem Adipositas-Wirkstoffkandidaten Enicepatid positive Studienergebnisse bei Erwachsenen mit Diabetes und Fettleibigkeit erzielt. Damit baue der Konzern auf eine frühere Studie auf, die eine Wirksamkeit bei fettleibigen Patienten ohne Diabetes gezeigt habe, schreibt Stefan Schneider von Vontobel in einer Research Note.

Patienten mit Typ-2-Diabetes, die entweder übergewichtig oder fettleibig seien, stellten eine von Natur aus schwer zu behandelnde Patientengruppe dar, so der Analyst. Die Kombination aus einem guten Anteil an Diabetikern, die wieder normalisierte Glukosewerte erreichten und mit Enicepatid einen nachhaltigen Gewichtsverlust erzielten, verleihe dem Medikament ein wettbewerbsfähiges Profil, so Schneider.

Pharmariese mit Adipositas-Mittel auf gutem Weg
10:37 Uhr

TUI bremst beim Reiseangebot

Der Reisekonzern TUI rechnet für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Ergebnisrückgang. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) werde zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro liegen, präzisierte das Unternehmen seine bisherige Prognose. Zuvor war die Spanne breiter mit 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro - das obere Ende entsprach dem Vorjahresniveau. Im Kerngeschäft mit Pauschalreisen blieben die gebuchten Umsätze unter Vorjahr. In der zu Ende gehenden Sommersaison belief sich der Rückgang auf fünf Prozent, die bevorstehende Wintersaison verzeichnet sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

TUI führte die Entwicklung auf das herausfordernde geopolitische und wirtschaftliche Umfeld zurück. "Der Trend zu kurzfristigen Buchungen setzt sich fort", erklärte der Tourismusriese. "In diesem Umfeld steuern wir unsere Kapazitäten weiterhin vorsichtig und erhalten uns die Flexibilität, diese entsprechend der Kundennachfrage anzupassen."

TUI bremst beim Reiseangebot
10:12 Uhr

"In der Automobilbranche rumort es gewaltig"

Die Sparpläne bei Autoherstellern und Zulieferern in Deutschland bringen Zehntausende Beschäftigte auf die Straße. "Überall brennt gerade die Hütte", sagt die IG-Metall-Chefin. Andere sprechen hingegen von notwendigen Veränderungen. ntv-Börsenexpertin Nancy Lanzendörfer ordnet ein.

"In der Automobilbranche rumort es gewaltig"
09:54 Uhr

Evonik streicht Tausende Stellen

Evonik wird angesichts der Branchenkrise seinen Umbau auch unter Interimschef Claus Rettig fortsetzen. "Wir werden diese Polykrise nutzen, um alte Strukturen zu ändern und uns besser aufzustellen", sagte Rettig. Der Spezialchemiekonzern hatte bereits angekündigt, bis Ende 2029 rund 3200 Arbeitsplätze zu streichen, 2150 davon in Deutschland. Von den Töchtern Oxeno und Syneqt mit rund 4300 Beschäftigten will sich der Konzern trennen. "Wir sprechen bei Oxeno mit Investoren, im Falle Syneqts ist das noch nicht der Fall", sagte Rettig: "Aber es ist klar, dass es in beiden Fällen zum Verkauf kommen wird."

Evonik streicht Tausende Stellen
09:42 Uhr

Ölpreise ziehen wieder an

Hoffnungen auf diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise gestern noch deutlich gedrückt. Heute erholen sie sich wieder etwas. Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 101,15 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,4 Prozent fester bei 96,19 Dollar.

Ölpreise ziehen wieder an
09:31 Uhr

Starke Fundamentaldaten stützen Gold

Gold legt zu: Der Preis notiert um 0,5 Prozent höher bei 4365,58 Dollar je Unze. Die Preise würden von längerfristigen Fundamentaldaten gestützt, sagt Peter A. Grant, Senior Metals Strategist bei Zaner Metals. Dies sei auf die anhaltenden Käufe der Zentralbanken, steigende geopolitische Risiken und die Sorgen um die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen und die Währungsentwertung zurückzuführen. Diese strukturellen Treiber würden zudem durch die saisonale Periode ergänzt, die sich bis in den Februar erstreckt, so der Stratege. 

Starke Fundamentaldaten stützen Gold
09:15 Uhr

In der Ruhe liegt die Kraft

Der Dax lässt es zum Start ins heutige Geschäft etwas ruhiger angehen. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.550 Punkten, nachdem er zum Wochenstart 1,1 Prozent auf 25.575 Zähler zugelegt hatte. Fallende Ölpreise hatten dafür gesorgt. Diese ziehen aber derzeit wieder etwas an.

In der Ruhe liegt die Kraft
08:58 Uhr

Zwei KI-Schwergewichte sorgen für Aufsehen

In Hongkong sorgt Alibaba für Gesprächsstoff. Der Technologieriese hat einen neuen Chip vorgestellt und als den leistungsstärksten in China bezeichnet. Zugleich skizzierte das Unternehmen Pläne für ein größeres KI-Modell. Die Aktie gewinnt 2,9 Prozent. Das Schwergewicht Tencent verteuert sich sogar um 6,6 Prozent. Der Technologiekonzern wartete ebenfalls mit einer technischen Neuerung auf, einer Testversion seines Bildgenerierungsmodells.

Zwei KI-Schwergewichte sorgen für Aufsehen
08:41 Uhr

Aufwärts im Sog der Wall Street

Im Sog der festen Wall Street geht es an den Börsen in Ostasien auf breiter Front aufwärts. Unterstützend wirken auch die zuletzt deutlich gesunkenen Ölpreise, offenbar in Hoffnung auf die baldige Wiederherstellung einer wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien. Dazu sorgt für positive Fantasie, dass sich im späteren Wochenverlauf US-Präsident Trump und der chinesische Staatschef Xi treffen. Dabei dürfte es um Themen wie Zölle und Technologiekontrollen gehen, sowie ganz generell um die Handelsbeziehungen beider Länder.

Am meisten tut sich an der Börse in Seoul. Nachdem am Vortag in den USA Technologieaktien, insbesondere solche mit KI-Fantasie, stark zugelegt hatten, gewinnt der Kospi 0,9 Prozent. Dazu tragen wie üblich die beiden Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix bei mit Aufschlägen von 2,6 und 1,7 Prozent. In Hongkong legt der HSI um 0,4 Prozent zu, der Shanghai Composite verbessert sich um 0,2 Prozent.

Aufwärts im Sog der Wall Street
08:21 Uhr

Preissprung bei Öl-Heizkosten erwartet

Haushalte in Deutschland müssen im laufenden Jahr laut einer Studie erneut mit höheren Heizkosten rechnen. "Besonders Heizöl und Holzpellets dürften deutlich teurer werden", berichtete die Beratungsgesellschaft co2online in ihrem neuen "Heizspiegel" für 2026. Beim Erdgas sieht die gemeinnützige Organisation dagegen trotz der aktuell gestiegenen Großhandelspreise insgesamt eine leichte Entlastung.

"Durch geringe Beschaffungskosten zum Jahresbeginn und den Wegfall der Gasspeicherumlage könnten die Heizkosten im Jahresdurchschnitt leicht sinken", begründete die Gesellschaft ihre Berechnung. Allerdings könnten die zuletzt gestiegenen Großhandelspreise mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Gaskosten Ende 2026 oder im Laufe des Jahres 2027 wieder steigen lassen, sagte ein Sprecher.

Die Experten haben die erwarteten Heizkosten unter anderem für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus durchgerechnet. Dort prognostizieren sie vor dem Hintergrund des Irankriegs für Heizöl einen Anstieg von 24 Prozent auf 1.275 Euro. Bei Holzpellets rechnen sie für 2026 mit einem Plus von 17 Prozent auf 870 Euro Jahres-Heizkosten. Als einen Hauptgrund sieht co2online dabei die anhaltende Knappheit der Pellet-Rohstoffe infolge einer schwachen Baukonjunktur. Bei Erdgas sehen die Experten einen leichten Rückgang um vier Prozent auf 1.120 Euro Jahreskosten.

Preissprung bei Öl-Heizkosten erwartet
08:05 Uhr

Weitere Aufschläge zeichnen sich ab

Nach der Rally zu Wochenbeginn könnte es mit den Kursen an Europas Börsen noch ein wenig nach oben gehen. Stützend wirken freundliche internationale Vorgaben, insbesondere für den Technologiesektor. Mit 4,95 Prozent rentieren 10-jährige US-Staatsanleihen weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 5 Prozent. Allerdings zieht der Ölpreis am

Die Blicke richten sich zunehmend auf das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping am Donnerstag. Die Börsianer hoffen auf positive Impulse für die Märkte. "Aus unserer Sicht sind gegenseitige Zollsenkungen das konkreteste potenzielle Ergebnis des Gipfels", heißt es dazu bei Standard Chartered.

Weitere Aufschläge zeichnen sich ab
07:48 Uhr

US-Rüstungsprimus zieht Raketen-Deal an Land

Lockheed Martin hat nach eigenen Angaben von der US-Armee einen Auftrag im Volumen von bis zu 1,2 Milliarden Dollar erhalten. Es gehe dabei um die Produktion der Raketenvariante Increment 2 der sogenannten Precision Strike Missile (PrSM), die zur Bekämpfung beweglicher Land- und Seeziele eingesetzt wird, teilte der US-Rüstungskonzern mit. Die Langstreckenwaffe der nächsten Generation soll das bisherige System ATACMS ersetzen. Ein zweiter erfolgreicher Flugtest der Raketenvariante ging dem Auftrag voraus. Die Rakete stellte dabei ihre Fähigkeit unter Beweis, bewegliche Seeziele wie Schiffe zu bekämpfen.

Lockheed fährt die Produktion der PrSM angesichts einer steigenden Nachfrage derzeit hoch. Der Konzern hatte im März eine siebenjährige Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium geschlossen, um die jährliche Kapazität auf 550 Raketen zu erhöhen. Dies folgte auf einen Heeresauftrag über 4,94 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr.

US-Rüstungsprimus zieht Raketen-Deal an Land
07:31 Uhr

Zehntausende Besucher bei Wind Energy erwartet

Heute beginnt in Hamburg die Messe Wind Energy, die zu den weltweit wichtigsten Veranstaltungen der Windindustrie gehört. Der Veranstalter Hamburg Messe und Congress erwartet bis Freitag mehr als 43.000 Branchenvertreter aus rund 100 Ländern sowie 1.600 Aussteller. Die Fachmesse setzt sich nach Ankündigung mit der gesamten Wertschöpfungskette auseinander.

Die Windindustrie ist ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland. Im Jahr 2023 waren nach Verbandsangaben nahezu 125.000 Menschen in dem Bereich tätig. Jüngere Zahlen liegen nicht vor. Große Hersteller in Deutschland sind die Siemens-Energy-Tochter Gamesa, Nordex und Enercon.

Zehntausende Besucher bei Wind Energy erwartet
07:11 Uhr

Weg für 110-Milliarden-Deal ist frei

Paramount Skydance hat den Weg für die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros Discovery freigemacht. Der US-Medienkonzern einigte sich in einem Rechtsstreit mit einer Gruppe von US-Bundesstaaten sowie der Autorengewerkschaft Writers Guild of America (WGA). Damit steht einer der größten Zusammenschlüsse in der Geschichte der Medienbranche nichts mehr im Wege.

Um Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen, machte Paramount weitreichende Zugeständnisse und verhinderte so einen Zwangsverkauf von Kabelnetzwerken wie CNN oder lukrativen Filmreihen. Der Konzern verpflichtete sich, in den kommenden fünf Jahren bestimmte Quoten für Kinoveröffentlichungen einzuhalten und jährlich mindestens 300 Millionen Dollar zusätzlich in US-Produktionen zu investieren. In den ersten beiden Jahren nach dem Zusammenschluss sollen jeweils 30 Filme produziert werden, in den darauffolgenden drei Jahren jeweils 32. Werden diese Vorgaben verfehlt, wird eine Strafe von 30 Millionen Dollar pro Film fällig, die größtenteils in Fonds zur Unterstützung von Arbeitnehmern fließen soll.

Weg für 110-Milliarden-Deal ist frei
06:53 Uhr

KI-Aktien im Höhenflug

Eine Rally bei Technologiewerten und die Aussicht auf eine Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit treiben die asiatischen Börsen an. Die Shanghaier Börse gewinnt 0,5 Prozent auf 3967,52 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,9 Prozent auf 4579,52 Punkte. An der japanischen Börse wird feiertagsbedingt dagegen nicht gehandelt.

Im Fokus der Anleger steht das anstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Washington. Investoren hoffen auf eine Verlängerung des Handelsabkommens und eine mögliche Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz (KI). Dies beschert vor allem chinesischen KI-Aktien und Technologiewerten in Hongkong kräftige Kursgewinne und machte sie zu den klaren Gewinnern des Handelstages. "Die Kombination aus einer neuen Zuversicht in die Nachfrage nach Prozessoren, niedrigeren Rohölpreisen, sinkenden Anleiherenditen und dem Optimismus im Vorfeld des US-China-Gipfels hat die Aufwärtsbewegung unterstützt", erklärt Chris Weston, Analysechef beim Broker Pepperstone.

KI-Aktien im Höhenflug
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA stärkt den Dollar und setzt den japanischen Yen unter Druck. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 157,43 Yen und legt leicht auf 6,6958 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8204 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1470 Dollar und zieht leicht auf 0,9410 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:17 Uhr

Trump-Streit mit Kanada: Belarus rückt in Fokus

Die USA erwägen im eskalierenden Handelsstreit mit Kanada verstärkte Kali-Käufe bei dem engen Russland-Verbündeten Belarus. Die USA arbeiteten an einem umfangreichen Abkommen dazu, so US-Präsident Donald Trump. Der Preis für Kali aus Belarus werde deutlich unter dem liegen, den die USA derzeit an Kanada zahlten. Das Nachbarland liefert bislang den Großteil der US-Kali-Importe, das als Düngemittel zur Steigerung von Ernteerträgen eingesetzt wird.

Experten erwarten jedoch keine großen Auswirkungen durch das Vorhaben. Der Analyst Josh Linville vom Finanzdienstleister StoneX erklärte, er rechne nicht damit, dass belarussisches Kali eine wichtige Rolle für die Versorgung der US-Landwirte oder sinkende Preise spielen werde. "Wir haben mehr als genug für alle", sagte Linville. Hilfe werde vielmehr bei Phosphat und Stickstoff benötigt. Deren Angebot sei durch den von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran eingeschränkt, der die meisten Lieferungen aus der Golfregion blockiere. Selbst wenn Litauen seinen Hafen Klaipeda für belarussische Exporte öffnen sollte, sei ein Transport über die Ostsee und den Atlantik angesichts der derzeit relativ niedrigen Kali-Preise kaum zu rechtfertigen, so der Experte.

Trump-Streit mit Kanada: Belarus rückt in Fokus
06:00 Uhr

Es geht um Vertrauen

Der Dax ist zwar positiv in die neue Börsenwoche gestartet, nachdem er in den vergangenen September-Wochen jeweils Verluste eingefahren hat. Allerdings bleibt noch abzuwarten, ob der gestrige Aufgalopp nachhaltig ist. Zum Wochenstart gewann der Dax 1,1 Prozent und beschloss den Handel mit einem Stand von 25.575 Zählern. Ein Rückgang bei den Ölpreisen stützte dabei. Die Lage rund um die Straße von Hormus bleibt aber volatil und auch das Vertrauen in eine baldige Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran fällt eher gering aus.

Um Vertrauen geht es heute auch in der Eurozone, denn es gibt frische Verbraucherdaten dazu. Sie beziehen sich auf den September. Ansonsten ist von der Agendaseite her eher ruhig. In Tokio bleiben die Börsen feiertagsbedingt weiterhin geschlossen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Es geht um Vertrauen