Dax gibt nach - Ölpreis bleibt der Taktgeber
Zur Wochenmitte hat der deutsche Aktienmarkt im Handelsverlauf den Rückzug angetreten. Nachdem sich der Deutsche Aktienindex in den vergangenen Tagen etwas weit aus der Deckung gewagt hatte, sucht der Markt nun wieder Halt. Am Ende des Tages notierte der Dax bei 25.410 Punkten, was einem Rückgang von 0,6 Prozent entspricht.
Am Vormittag lieferten die Einkaufsmanagerindizes ein gemischtes Bild der deutschen Wirtschaft. Im verarbeitenden Gewerbe stieg der Index, blieb aber hinter den Erwartungen zurück und gab gegenüber der vorherigen Erhebung nach. Deutlich besser entwickelte sich dagegen der Dienstleistungssektor, der die Hoffnung auf eine weitere konjunkturelle Erholung stützt.
An der Börse spielten diese Daten heute allerdings nur eine Nebenrolle. Die Anleger konzentrierten sich stattdessen auf die Entwicklungen im Nahen Osten und deren unmittelbare Auswirkungen auf die Energiepreise. "Solange Brent oberhalb von 100 Dollar notiert, können noch so gute Konjunkturdaten die Inflationssorgen der Anleger nur kurzzeitig überdecken. Der Ölpreis ist momentan der Taktgeber für die Börsen - und alles andere spielt zunächst nur die zweite Geige", kommentierte Andreas Lipkow von CMC Markets.
Die Kombination aus hohen Energiepreisen und fehlenden neuen Handelsimpulsen entwickelt derzeit eine Sogwirkung auf den Gesamtmarkt. In der nachrichtenarmen Phase fehlt den Anlegern ein Grund, größere Risiken einzugehen. Hinzu kommt ein struktureller Nachteil gegenüber der Wall Street. Die Rally an den amerikanischen Börsen wurde in den vergangenen Handelstagen maßgeblich von Technologieaktien getragen. Genau dieser Technologie-Turbo aber fehlt den meisten europäischen Indizes, so Lipkow.
Auf der Gewinnerseite fanden sich Rüstungswerte: Rheinmetall legten 3,1 Prozent zu. Auch SAP konnten sich mit plus 2,3 Prozent gut halten und gehörten zu den besten Werten im schwachen Gesamtmarkt. Schlusslichter waren Scout24 mit einem Abschlag von 4,6 Prozent und Allianz mit minus 3,7 Prozent.
Das war der Börsen-Tag am Mittwoch. Wir wünschen einen schönen Feierabend und würden uns freuen, Sie morgen an dieser Stelle wieder begrüßen zu dürfen!
Trump liebäugelt mit Diesel-Exportverbot
Die Terminkontrakte auf Gasöl an der ICE, die in Europa als Referenz für Diesel gelten, sind heute um bis zu 7,0 Prozent gestiegen, bevor sie einen Teil ihrer Gewinne wieder abgaben. Damit beläuft sich ihr Zuwachs seit Jahresbeginn auf mehr als 135 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag erklärt, er sei offen für ein Exportverbot. Dies geschah trotz des Widerstands der US-Ölindustrie, die Einnahmeverluste in Milliarden von US-Dollar befürchtet, sollte sie keinen Diesel mehr ins Ausland liefern können.
Die USA sind der weltgrößte Exporteur des Kraftstoffs und ihr Anteil am weltweit auf dem Seeweg gehandelten Diesel beträgt etwa 20 Prozent. "Ein vollständiges oder teilweises US-Exportverbot würde daher einen Markt treffen, der bereits unter einer gravierenden Knappheit an Lieferungen aus dem Nahen Osten und Russland leidet", so das dänische Rohstoffhandelsunternehmen Global Risk Management. "Europa ist besonders gefährdet und müsste aggressiver um alternative Ladungen konkurrieren."
US-Wirtschaft mit stärkstem Wachstum seit über fünf Jahren
Die US-Wirtschaft ist im September so stark gewachsen wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für den Privatsektor, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, stieg von 56,0 Zählern im August auf 58,4 Punkte. Das teilte der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner Umfrage mit. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2021. Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum.
Ein sprunghafter Anstieg der Neuaufträge trieb die Entwicklung an: Der entsprechende Teilindex erreichte den höchsten Stand seit März 2022. Die starke Nachfrage führt jedoch zu erheblichen Belastungen. "Dieses Wachstum geht mit einigen der schwersten Lieferengpässe einher, die wir in der fast zwanzigjährigen Geschichte der Umfrage außerhalb der Pandemie-Zeit erlebt haben", sagte S&P-Global-Chefökonom Chris Williamson. Die Lieferengpässe seien größtenteils eine Folge des seit sieben Monaten andauernden Krieges zwischen den USA und dem Iran. Die Auftragsrückstände erreichten den höchsten Stand seit Mai 2022 – ein Zeichen für Kapazitätsengpässe.
US-Anleger in Lauerstellung
Anleger an der Wall Street haben sich vor dem US-China-Gipfel und weiteren Gesprächen über den Nahost-Krieg zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 gaben zum Handelsstart je 0,2 Prozent ab auf 51.775 und 7750 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,3 Prozent auf 27.156 Punkte.
Der chinesische Präsident Xi Jinping wird zu einem Staatsbesuch in Washington erwartet. Auf der Tagesordnung stehen der Streit über Einfuhrzölle, die Regulierung der KI sowie US-Waffenverkäufe an Taiwan. Trotz tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten unter anderem in der Taiwan-Frage und im Handelsstreit wollten beide Seiten mit dem Treffen Stabilität demonstrieren, sagen Analysten. Außerdem wird erwartet, dass Xi sich mit mehreren Spitzenmanagern trifft, darunter Vertretern von General Motors, Meta, Apple, Amazon und Tesla. Händler warten zudem auf neue Informationen von US- und iranischen Vertretern, nachdem deren Vermittler am Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung Verhandlungen aufgenommen hatten.
Biontech-Gründer ziehen weiter - das ist das neue Unternehmen
Das neue Unternehmen der Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci trägt den Namen Arife. Hauptsitz des Unternehmens für die Erforschung und Entwicklung sowie Herstellung und Vermarktung von pharmazeutischen Produkten ist Mainz. Entsprechende Informationen des "Handelsblatts" bestätigte eine Sprecherin des Pharmaunternehmens. Arife ist ein weiblicher Vorname türkischer Herkunft und bedeutet: "Die Wissende".
Sahin hatte gemeinsam mit seiner Ehefrau Özlem Türeci im Frühjahr angekündigt, Biontech spätestens Ende 2026 zu verlassen und ein neues Unternehmen zu gründen. Mit dem wollen sie sich auf die Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen. Anteilseigner von Biontech wollen sie aber bleiben. Die Sorge, dass ihr Knowhow abwandert, hat sich mit der Bestätigung des Firmensitzes erübrigt.
Arife verfügt laut "Handelsblatt" aktuell über ein Grundkapital von 120.000 Euro. Die Firma firmiert als SE, also genau wie Biontech als europäische Aktiengesellschaft. Dies ist dem Unternehmensregister zu entnehmen, wo die Neugründung bereits eingetragen ist.
Vorstand ist demnach Michael Maximilian Kring. Der derzeitige Finanzchef des Biotech-Unternehmens Cellbrick Therapeutics mit Sitz in Berlin und Boston war von 2009 bis 2014 Finanzchef von Biontech. Nach "Handelsblatt"-Informationen soll er diese Funktion auch bei Arife übernehmen.
Wall Street-Anleger bewerten Treffen von Iran und USA
Die US-Börsen dürften zur Wochenmitte mit einem kleinen Minus in den Handel starten. Zentrales Thema ist der Krieg der USA gegen den Iran. Diplomaten beider Länder trafen während der UN-Vollversammlung in New York zusammen; es handelte sich um das erste Treffen seit Juni. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verliefen die Gespräche "sehr gut". Zuvor hatte er allerdings in seiner Rede vor der Generalversammlung gesagt, ein "Deal" werde erst nach den Midterm-Wahlen in den USA im November zustande kommen.
Im Blick steht ferner der Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi in den USA, der am Mittwoch beginnt. Am Markt wird erwartet, dass Xi und Trump Themen wie KI und auch den allgemeinen Handel erörtern werden. Konjunkturseitig stehen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und das nicht verarbeitende Gewerbe auf der Agenda.
Am Anleihemarkt ziehen die Renditen leicht an; die Zehnjahresrendite steigt um zwei Basispunkte auf 4,99 Prozent. Der Dollar wertet derweil weiter auf; für den Dollarindex geht es um 0,3 Prozent nach oben. Anleger preisen weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank in naher Zukunft ein, heißt es aus dem Handel.
Tech-Milliardäre tummeln sich bei Trumps Staatsbankett für Xi
Zum morgigen Staatsbankett von US-Präsident Donald Trump für den chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Weißen Haus werden Insidern zufolge zahlreiche hochrangige US-Konzernchefs erwartet. Neben Meta-Chef Mark Zuckerberg und Pfizer-CEO Albert Bourla stehen laut Inisdern unter anderem die Chefs von Amazon, Apple, Alphabet, OpenAI, Dell und Nvidia auf der Gästeliste. Auch JPMorgan-CEO Jamie Dimon und Citigroup-Chefin Jane Fraser würden voraussichtlich teilnehmen.
Auch Tesla-Chef Elon Musk ist demnach beim Staatsbankett dabei. Dieser lobte Xi in einem Interview mit dem chinesischen Staatsfernsehen CCTV als "großartigen Anführer". Unter Xis Führung habe China enorm floriert, sagte Musk. "Es ist offensichtlich, wenn man einfach nur durch die Straßen geht, dass der durchschnittliche chinesische Bürger wohlhabender wird."
Gold mit solider Unterstützung
Laut Marktexperten von BMI, einer Einheit von Fitch Solutions, gibt es eine starke Unterstützung für den Goldpreis bei rund 3800 Dollar je Unze. Das Edelmetall stehe zwar unter dem Druck der Stärke des Dollar und "einer hawkishen Wende in der Politik der US-Notenbank", doch die geopolitischen Risiken blieben hoch und die Goldkäufe der Zentralbanken hielten an, heißt es. BMI bekräftigt eine Prognose für den durchschnittlichen Goldpreis im Jahr 2026 von 4400 Dollar je Feinunze. Seit Jahresbeginn habe der Preis im Durchschnitt bei 4555 Dollar gelegen, so die Experten.
Trotz Krypto-Euphorie: "Kuh ist nicht vom Eis"
Der Bitcoin ist gekommen um zu bleiben, betont Börsenexperte Timo Emden. Denn allen Untergangsszenarien zum Trotz hält sich die Kryptowährung - trotz teils erheblichen Schwankungen - an der Börse und erreicht nun ein Jahreshoch. Dennoch: Die hohe Volatilität bleibt.
Bitcoin hält Achtmonatshoch
Der Bitcoin hält sich mit über 86.000 Dollar auf einem Achtmonatshoch. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde nach mehreren Fehlstarts eine solidere Erholung signalisieren. Die Gewinne des Bitcoin in diesem Monat belaufen sich auf rund zehn Prozent - das ist zwar weit weniger als bei der Rallye im August, aber dennoch bemerkenswert, da sie trotz einer kürzlichen Zinserhöhung der Fed erzielt wurden.
Die Kryptowährung habe sich seit der Zinserhöhung um mehr als 14 Prozent erholt und zeige damit eine größere Widerstandsfähigkeit in einem restriktiven geldpolitischen Umfeld, so Antonio Di Giacomo von XS.com. Als Unterstützung nennt er nachgebende Ölpreise, die die Inflationssorgen teilweise gedämpft hätten, sowie sinkende Renditen von Staatsanleihen und institutionelle Kapitalzuflüsse. Dennoch bestünden weiterhin Risiken. Der Bereich von 87.500 Dollar stelle den ersten großen Widerstand dar, gefolgt von der psychologischen Marke von 90.000 Dollar.
Hier greifen die Anleger vor US-Börsenstart bereits kräftig zu
Ein technischer Fortschritt und eine Partnerschaft in Südkorea geben den Aktien des US-Quantencomputer-Spezialisten IonQ Auftrieb. Das Papier legt im vorbörslichen Handel an der Wall Street um zwölf Prozent zu. IonQ hat einen sogenannten Fehler-Decoder vorgestellt, der eine Echtzeitkorrektur von Rechenfehlern ermöglicht. Dem Unternehmen zufolge beseitigt die Innovation einen wesentlichen Engpass beim Bau fehlertoleranter Quantencomputer.
Quantencomputer nutzen die Gesetze der Quantenmechanik, um Informationen exponentiell schneller zu verarbeiten als klassische Supercomputer. Da aktuelle Systeme jedoch einen Großteil ihrer Rechenleistung für die Fehlerkorrektur verwenden, bieten sie in der Praxis noch keinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber herkömmlichen Rechnern. Zudem gab IonQ eine mehrjährige Partnerschaft mit dem südkoreanischen Technologieunternehmen SDT bekannt. Die Kooperation sieht die Installation eines Quantencomputers in Südkorea vor. Finanzielle Details nannten die Firmen nicht.
VW-Partner Rivian ruft knapp 100.000 Autos zurück
Rivian Automotive ruft in den USA rund 99.000 Fahrzeuge zurück, weil das Bild der Rückfahrkamera durch eine Einblendung verdeckt werden kann und dadurch die Sicht des Fahrers nach hinten möglicherweise eingeschränkt ist. Das teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde mit.
Nach Angaben der US-Behörde National Highway Traffic Safety Administration kann das Bild der Rückfahrkamera beim Einlegen des Rückwärtsgangs durch eine Benachrichtigung überlagert werden, was das Unfallrisiko erhöht. Der Rückruf betrifft bestimmte Modelle der Baureihen R1S (2022-2027), R1T (2022-2026) sowie das Modell R2 (2027). Rivian hat im Rahmen der Abhilfemaßnahme ein Over-the-Air-(OTA)-Softwareupdate veröffentlicht, das kostenlos bereitgestellt wird.
Rivian ist der Software- und Technologiepartner von Volkswagen. VW ist mit einem Anteil von rund 15,9 Prozent sogar der größte Einzelaktionär von Rivian. Die Rivian-Software ist für westliche Märkte gedacht, während VW in China parallel mit XPeng kooperiert.
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn und "Boom-Bonus"
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Zudem will die Gewerkschaft in der Tarifrunde eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in "Boom-Unternehmen" durchsetzen sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
"Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen", sagte die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner in Frankfurt. "Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen. Verlagerungsdrohungen als Ablenkungsmanöver von Management-Versagen akzeptieren wir nicht." Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden auf regionaler Ebene sind ab dem 7. Oktober geplant. Warnstreiks sind ab November möglich.
Frank Meyer: Kostet Diesel bald drei oder vier Euro?
Weltweit sind die Dieselvorräte knapp, Raffinerien laufen vielerorts am Anschlag und wichtige Exporte aus Russland und dem Nahen Osten fehlen. Deutschland trifft das besonders. Warum das so ist und warum Diesel derzeit seine ganz eigene Preisgeschichte schreibt, erklärt Börsenreporter Frank Meyer.
Neuer Finanzchef kommt von Klarna: Adyen-Aktie unter Druck
Die Ernennung von Niclas Neglen zum Finanzchef beim Zahlungsabwickler Adyen kommt bei den Anlegern nicht gut an. Die Titel des niederländischen Unternehmens geben um mehr als 2,5 Prozent nach und sind damit die größten Verlierer im Amsterdamer Leitindex. Neglen, der bisherige Finanzchef des Zahlungsdienstleisters Klarna, soll den Posten bei Adyen zum 1. Februar 2027 antreten. "Er wird sich das Vertrauen der Anleger erarbeiten müssen", schreiben die Analysten der US-Investmentbank Jefferies. Sie verweisen auf die volatile Zeit bei Klarna während Neglens Amtszeit nach dem Börsengang. Das erkläre die eher negative erste Kursreaktion. Sein Vorgänger, Ethan Tandowsky, war im Mai überraschend von seinem Posten zurückgetreten.
Ölpreis steigt und Dax macht auf dem Absatz kehrt
Der Dax dreht mit dem wieder steigendem Ölpreis stärker ins Minus und liegt nun 0,3 Prozent auf 25.500 Punkte hinten. Nachdem Brent am Morgen noch nachgegeben hatte, zieht es nun um 0,4 Prozent auf 99,66 Dollar das Fass an. Die Märkte seien weiterhin von der Ölpreis- und Renditeentwicklung abhängig, heißt es im Handel.
Einkaufsmanagerindex für den Euroraum überrascht "auf ganzer Linie"
Der aggregierte Einkaufsmanagerindex für den Euroraum hat nach Aussage von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, "auf ganzer Linie" überrascht. "In Anbetracht der hohen Energiepreise war davon auszugehen, dass die Unternehmen weniger optimistisch in die Zukunft blicken. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Stimmung hellt sich im September sogar nochmals deutlich auf. Die Wachstumsraten werden sich weiter beschleunigen", schreibt er in einem Kommentar.
Die größte Überraschung sei von den Dienstleistungsunternehmen ausgegangen, wo hohe Energiepreise gewöhnlich besonders negativ wirkten. Doch auch hier werde man sogar zuversichtlicher. "Die bessere Situation im verarbeitenden Gewerbe dürfte nun langsam auf andere Branchen überschwappen", interpretiert Gitzel diese Entwicklung.
Nach seinem Eindruck schwingt sich die europäische Wirtschaft zu höheren Wachstumsraten auf. "Dabei wird im laufenden Jahr vor allem die deutsche Wirtschaft zu einer zentralen konjunkturellen Kraft innerhalb der Eurozone. Damit ist das Jahr 2026 bereits jetzt schon eine große Überraschung", befindet der Ökonom.
Siltronic-Kurs kommt unter die Räder
Der Teilrückzug des Chemiekonzerns Wacker Chemie macht der ehemaligen Tochter Siltronic zu schaffen. Die Titel des Wafer-Herstellers geben gut fünf Prozent nach, nachdem Wacker am Dienstagabend 2,2 Millionen Siltronic-Aktien für 171 Millionen Euro bei institutionellen Investoren platziert hat. Dadurch sank die Beteiligung auf knapp 15 Prozent von zuvor 21,67 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Die Papiere wurden zu 77,25 Euro pro Stück verkauft, das ist ein Abschlag von bis 6,6 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Dienstag. Wacker Chemie hatte bereits Ende Mai Anteile verkauft. Aktuell erholt sich der Kurs etwas. Die Papiere notieren jetzt noch 3,8 Prozent im Minus,
KI-Boom bringt Deutschland auf Trab: OECD hebt Prognose an
Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr deutlich heraufgesetzt. Das BIP werde um 1,1 Prozent wachsen, sagte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) voraus. Im Juni war lediglich ein Plus von 0,7 Prozent erwartet worden. Für 2027 wurde die Vorhersage bei ebenfalls 1,1 Prozent belassen.
"Im ersten Halbjahr 2026 sind die Exporte überraschend stark gestiegen, was unter anderem an der steigenden Nachfrage nach elektronischen Produkten und Ausrüstungen im Zuge des KI-Booms liegt", sagte OECD-Experte Robert Grundke der Nachrichtenagentur Reuters zu dem optimistischeren Ausblick. Diese dürfte weiterhin hoch bleiben. "Auch die steigenden öffentlichen Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur haben zur konjunkturellen Erholung beigetragen", fügte Grundke hinzu. Die OECD verwies zudem auf Reformen im Bereich der öffentlichen Vergabe und der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte. Damit stünden die Chancen für einen schnelleren Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und eine stärkere Unterstützung des Wachstums gut.
Brent-Preis wieder unter 100-Dollar-Marke
Nachdem Saudi-Arabien Insidern zufolge den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline zum Roten Meer wieder aufgenommen hat, sinkt der Ölpreis weiter. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 1,4 Prozent auf bis zu 97,91 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gibt in der Spitze um zwei Prozent auf 88,71 Dollar nach. Auch der Irak steigere seine Ölexporte, erklärte Ölminister Basim Mohammed am Dienstag. "Der Markt beurteilt die globale Ölversorgungslage derzeit positiver als noch vor einigen Wochen", sagte Tim Waterer, Analyst bei KCM Trade. Zudem setzen Anleger auf eine diplomatische Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Überraschend gestiegene US-Rohöllagerbestände drücken ebenfalls auf die Preise.
Kurssprung bei Immobilien-Problemkind
In Hongkong rücken Immobilienwerte in den Anlegerfokus. So legen Aktien von China Vanke 4,8 Prozent zu. Treiber ist eine Reuters-Meldung, wonach die Finanzaufsicht in Teile der enormen Schuldenlast des Immobilienentwicklers eingreifen will.
Dax zeigt Stärke
Der Dax startet erneut fester in den Handel. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.670 Punkten, nachdem er das gestrige Geschäft mit einem Stand von 25.579 Zählern beendet hatte. Das Plus: vier Punkte. Am Montag waren es immerhin 1,1 Prozent. Damit könnte es dem Dax zumindest einmal in dieser September-Woche gelingen, ein Wochenplus einzufahren. Abhängen dürfte das vor allem von der Entwicklung im Krieg zwischen dem Iran und den USA sowie dem Treffen Donald Trumps mit Xi Jinping am morgigen Donnerstag.
Diese Aktie rutscht vorbörslich ab
KWS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die weltweit angespannte Lage der Landwirtschaft zu spüren bekommen. Der Umsatz sank 2025/26 um drei Prozent auf 1,63 Milliarden Euro, wie der Saatguthersteller mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis ging um mehr als acht Prozent auf 314 Millionen Euro zurück. "Klimatische Extreme, zunehmender Krankheitsdruck und volatile Agrarmärkte stellen Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen", beschrieb Vorstandschef Felix Büchting das Umfeld. Wegen eines positiven Finanzergebnisses stieg der Gewinn nach Steuern jedoch um mehr als 13 Prozent auf 158,4 Millionen Euro.
Die Aktionäre sollen deshalb eine auf 1,30 Euro je Anteilsschein angehobene Dividende erhalten. Im vorbörslichen Handel fielen die Aktien dennoch um 7,7 Prozent.
Für das neue Geschäftsjahr 2026/27 peilt KWS bei sich erholenden Agrarmärkten ein organisches Umsatzwachstum von etwa drei Prozent sowie eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) zwischen 19 und 20 Prozent an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die bereinigte Ebitda-Marge bei 19,3 Prozent gelegen.
"Rote Linien" sind gezogen
Die Börsen in Ostasien folgen der uneinheitlichen Tendenz an der Wall Street. Händler berichten von einer abwartenden Haltung vieler Akteure im Hinblick auf das am Donnerstag stattfindende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Dabei dürfte es um so relevante Themen wie Handel, Künstliche Intelligenz, Lieferketten und geopolitische Fragen gehen. Offizielle beider Seiten äußerten sich inzwischen optimistisch zu den Vorbereitungsgesprächen. Zur Vorsicht trägt auch bei, dass Chinas Botschafter in den USA die "roten Linien" Pekings bei Fragen zu Taiwan und Menschenrechten betonte.
In Tokio wird im Zuge einer Feiertagsstrecke letztmals nicht gehandelt. Der Kospi in Seoul zieht um ein halbes Prozent an, in Sydney liegt das Marktbarometer ganz leicht im Plus mit 0,1 Prozent. An den chinesischen Börsen überwiegen Abgaben. In Shanghai geht es um 0,4 Prozent nach unten, in Hongkong fällt der HSI um 0,8 Prozent.
KI-Regeln: Briten wollen Führungsrolle
Großbritannien will bei der Festlegung internationaler Regeln für Künstliche Intelligenz (KI) eine Führungsrolle übernehmen. Dies kündigte Premierminister Andy Burnham in seiner ersten Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York an. Er verwies auf die Sorge, dass die Technologie bestehende Schutzmaßnahmen aushebeln und wachsende Risiken für die nationale Sicherheit darstellen könnte. "Ich weiß, wie besorgt die Menschen sind. Wir müssen uns dieser Aufgabe stellen", sagte Burnham. Er kündigte zudem ein neues nationales Zentrum zur Informationsverteidigung an. Dieses soll Informationsangriffe feindlicher Staaten aufdecken, zuordnen und unterbinden.
Burnham zufolge haben russische Stellen "alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel genutzt, um Lügen und Desinformationen zu verbreiten". Russland hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Burnham sagte, er wolle Großbritannien als "ehrlichen Makler" positionieren und das Thema KI in den Mittelpunkt der britischen G20-Präsidentschaft im kommenden Jahr stellen. Ziel sei eine Einigung über globale Prinzipien und Standards. Grundlegende Entscheidungen über KI müssten von gewählten Regierungen getroffen und nicht den Technologieunternehmen überlassen werden, erklärte der Premierminister.
Wacker Chemie versilbert KI-Boom
Wacker Chemie hat sich von einem weiteren Aktienpaket der ehemaligen Tochter Siltronic getrennt und ist damit wohl nicht mehr der größter Anteilseigner des Wafer-Herstellers. Wacker platzierte 2,2 Millionen Siltronic-Aktien für 171 Millionen Euro bei institutionellen Investoren und senkte seine Beteiligung dadurch von 21,67 Prozent auf knapp 15 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Die Papiere wurden über die Investmentbanken Bank of America (BofA Securities) und Deutschen Bank zu 77,25 Euro pro Stück verkauft, das ist ein Abschlag von 6,6 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Dienstag.
"Der Erlös aus dieser Transaktion stärkt unsere Finanzlage weiter und schafft zusätzlichen Spielraum, um in künftiges Wachstum zu investieren", sagte Wacker-Vorstandschef Christian Hartel. "Wir sind mit der Entwicklung von Siltronic weiterhin sehr zufrieden und unterstützen die Strategie des Unternehmens." Siltronic hatte zuletzt an der Börse vom KI-Boom profitiert. Anleger setzen darauf, dass für die neuen Rechenzentren für die Künstliche Intelligenz (KI) mehr Chips benötigt werden, für die Siltronic in Form von Siliziumscheiben die Grundlage schafft.
Viele mögliche Impulsgeber für den Dax
Europas Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel starten. Die Anleger hoffen auf diplomatische Fortschritte im Nahost-Konflikt. Laut US-Präsident Donald Trump ist ein Treffen zwischen US-Offiziellen und iranischen Delegierten am Rande der UN-Generalversammlung "sehr produktiv" verlaufen. Auch hat sich Trump für ein Treffen mit dem iranischen Präsident Massud Peseschkian offen gezeigt, der sich aktuell in New York aufhält. Während seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hat Trump dem Iran aber erneut mit der Vernichtung gedroht, sollte das Land nicht auf seine Forderungen eingehen.
Die Blicke richten sich zudem auf das Gipfeltreffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Donnerstag. Die Börsianer hoffen auf positive Impulse für die Märkte. "Aus unserer Sicht sind gegenseitige Zollsenkungen das konkreteste potenzielle Ergebnis des Gipfels", heißt es bei Standard Chartered. US-Technologiekontrollen und Chinas Beschränkungen für Seltene Erden blieben die entscheidende Druckmittel auf beiden Seiten. Laut Presseberichten könnte es bei dem Treffen auch um Fragen einer möglichen KI-Regulierung gehen.
Bargeldliebe? Deutschland holt beim Digitalzahlen auf
Deutschland liegt im internationalen Vergleich beim digitalen Bezahlen zurück, holt aber laut einer Studie auf. 2025 wurden hierzulande im Schnitt rund 300 elektronische Zahlungen pro Kopf getätigt, zeigt eine Analyse der Boston Consulting Group (BCG).
Das sei deutlich weniger als im EU-Durchschnitt (rund 400) und den nordeuropäischen Ländern Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland mit etwa 700. Allerdings wachse die Zahl der Pro-Kopf-Transaktionen in Deutschland mit rund 10 Prozent stärker als im EU-Schnitt (8 Prozent). Die BCG analysiert dabei alle elektronischen Zahlungen von Verbrauchern inklusive Kartenzahlungen. Ausgenommen sind Bargeld, Schecks und papierbasierte Überweisungen.
"Die Deutschen holen beim digitalen Bezahlen zwar auf, bleiben dem Bargeld aber weiterhin treu", sagt Markus Ampenberger, BCG-Experte für Zahlungsverkehr und Co-Autor der Studie. Der Abstand zu den nordischen Ländern bleibe groß.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Im asiatischen Devisenhandel profitiert der Dollar von der Aussicht auf weiter steigende Zinsen, nachdem sich Vertreter der US-Notenbank Fed für eine straffere Geldpolitik ausgesprochen haben. Der Dollar gewinnt 0,2 Prozent auf 157,62 Yen und legt leicht auf 6,7044 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8210 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1435 Dollar.
"Speicherchipwerte haben die Führung übernommen"
Die anhaltende Begeisterung für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) verleiht den asiatischen Aktienmärkten überwiegend Auftrieb. Während der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans um 0,7 Prozent zulegt und damit den sechsten Tag in Folge steigt, geben die chinesischen Börsen nach. Der Shanghai Composite verliert 0,3 Prozent auf 3941,44 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,4 Prozent auf 4526,53 Punkte. An der japanischen Börse wird feiertagsbedingt nicht gehandelt.
In China halten sich die Anleger vor der Ankunft von Präsident Xi Jinping in Washington zurück. Spekulationen zufolge könnte bei dem Treffen eine Deeskalation im Handelsstreit mit den USA verlängert und eine Zusammenarbeit bei KI vereinbart werden.
Zu den großen Gewinnern in Asien zählen Technologiewerte, die von der starken Nachfrage nach neuen KI-Apps von Meta und Google profitierten. In Südkorea klettern die Kurse um 1,2 Prozent nach oben, wobei die Aktien der Chiphersteller Samsung und SK Hynix jeweils mehr als zwei Prozent gewinnen. Auch in Taiwan geht es um 0,9 Prozent aufwärts bis nahe an ein Rekordhoch. "Speicherchipwerte haben die Führung übernommen, unterstützt von einer weiteren starken Sitzung für Halbleiterwerte", erklärte ein Anlagestratege.
Kommt US-Exportstopp für Diesel?
Angesichts steigender Preise vor allem für Diesel prüft die US-Regierung einen Exportstopp des Kraftstoffs. Die USA produzierten viel Diesel und eine Unterbrechung der Ausfuhren könnte auch einen kleinen Effekt auf die Spritpreise im Land haben, sagte US-Präsident Donald Trump. Er habe sich bereits seit längerem für die Maßnahme ausgesprochen.
Finanzminister Scott Bessent fügte hinzu, die Regierung prüfe derzeit die Machbarkeit eines solchen Schritts. Möglich sei ein vollständiger oder auch ein Teil-Stopp der Ausfuhren. Die Folgen eines solchen Schritts könnten dann auch in Europa spürbar sein: Nach dem Nahen Osten waren die Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren Europas wichtigster Lieferant von Diesel. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war Russland noch einer der wichtigsten Diesel-Lieferanten der EU-Staaten gewesen.
Infolge des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in den USA erheblich gestiegen - ein Thema, das Trump vor den Kongresswahlen im November immer stärker unter Druck setzt. Für Benzin zahlen US-Amerikaner im Schnitt fast 50 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn. Der Preis für Diesel stieg kürzlich sogar auf ein neues Rekordhoch.
Das fordert die IG Metall für VW-Arbeiter
Die IG Metall fordert für die Beschäftigten von Volkswagen fünf Prozent mehr Geld. Die Tarifkommission habe die Forderung einstimmig beschlossen, teilte die Gewerkschaft mit. Das Plus soll auch für Auszubildende gelten. Zusätzlich verlangt die IG Metall eine soziale Komponente zugunsten der unteren Entgeltgruppen. Die Laufzeit soll demnach zwölf Monate betragen.
Der Haustarifvertrag gilt nach Gewerkschaftsangaben für rund 130.000 VW-Beschäftigte in Braunschweig, Chemnitz, Dresden, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter, Wolfsburg und Zwickau. Gemessen an der Beschäftigtenzahl gelte er als einer der größten Firmentarifverträge Deutschlands.
Niedersachsens IG-Metall-Bezirksleiter und VW-Verhandlungsführer Thorsten Gröger teilte mit: "Wir wissen, dass Volkswagen vor großen Herausforderungen steht. Aber die Antwort darauf kann nicht lauten, die Beschäftigten gegen die Zukunft des Unternehmens auszuspielen." Sie hätten in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Einschnitte getragen. Zugleich habe Volkswagen Milliarden an seine Aktionäre ausgeschüttet. "Wir brauchen eine faire Balance zwischen den Beschäftigten und der Verantwortung des Unternehmens sowie den Eigentümern", sagte Gröger laut Mitteilung.
KI-Hype als Impulsgeber
Immerhin ein Plus: Der Dax rettet nach dem 1,1-Prozent-Aufschlag zum Wochenstart im gestrigen Geschäft ein Vier-Punkte-Plus über die Ziellinie, schloss mit einem Stand von 25.579 Zählern. Im Tageshoch war der deutsche Börsenleitindex zuvor bis über 25.780 Stellen geklettert. Dann ging ihm Marktteilnehmern zufolge aber die Puste aus, auch weil die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges der USA gegen den Iran wieder schwanden – nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Vollversammlung.
Das Treffen in New York bleibt auch zur Wochenmitte ein Themenlieferant, denn Vertreter führender KI-Unternehmen informieren den US-Sicherheitsrat über die Risiken dieser Technologie. Zu den Teilnehmern gehören der OpenAI-Chef Sam Altman sowie hochrangige Manager von Anthropic. Insidern zufolge wird auch das chinesische Startup DeepSeek Experten entsenden. Andere KI-Firmen aus der Volksrepublik hätten ebenfalls Einladungen erhalten. Chinesische Entwickler haben sich in der Diskussion um eine mögliche Auslöschung der Menschheit durch KI zu Wort gemeldet. Die USA und China liefern sich ein Wettrennen um die Führung bei dieser Zukunftstechnologie.
Daneben stellt die OECD ihren aktualisierten Konjunkturausblick vor. Im sogenannten "Interim Economic Outlook" dürfte die Industriestaatengruppe die Wirtschaftsaussichten für Deutschland angesichts zarter Aufschwung-Signale optimistischer bewerten als noch Anfang Juni. Damals wurde ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von nur 0,7 Prozent für 2026 vorhergesagt. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sind mittlerweile weit zuversichtlicher und veranschlagen nach Reuters-Informationen ein Plus von 1,3 Prozent. In ihrem Hauptszenario prognostizierte die OECD im Juni ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 Prozent für 2026 und eine Erholung auf 3,1 Prozent für 2027.
Unternehmensseitig legt der Technologiekonzern Bosch erstmals Halbjahreszahlen vor. Das nicht börsennotierte Unternehmen will damit mehr Transparenz für den Kapitalmarkt schaffen, an dem es als Anleiheemittent aktiv ist. Für Interesse dürfte der Ausblick auf das Gesamtjahr sorgen. Bosch, als weltgrößter Automobilzulieferer von der Branchenkrise betroffen, hatte sich nach einem schwachen Jahr 2025 zwei bis fünf Prozent mehr Umsatz und eine Gewinnmarge von vier bis sechs Prozent vorgenommen.
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