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Hamburg & Schleswig-HolsteinNach Stromausfall rechnet Netzbetreiber mit Millionenschäden

04.11.2026, 17:06 Uhr
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(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Nach dem Stromausfall in Teilen Schleswig-Holsteins Mitte Oktober sind rund 16 Millionen Euro an Schäden gemeldet worden. Wie der Netzbetreiber besonders belasteten Betroffenen helfen will.

Kiel (dpa/lno) - Nach dem Stromausfall mit 40.000 Betroffenen in Teilen Schleswig-Holsteins Mitte Oktober haben Verbraucher bislang Schäden in Höhe von rund 16 Millionen Euro geltend gemacht. Es seien etwa 5.000 Schadensmeldungen eingegangen, berichtete Netzbetreiber SH Netz. Gemeldet wurden vor allem Schäden an Haushaltsgeräten, Wärmepumpen und anderen technischen Anlagen.

Seit Tagen würden die ersten rund 300 Betroffenen mit gemeldeten Schadenshöhen von mehr als 10.000 Euro von der Versicherung kontaktiert, damit deren Fälle schnell reguliert werden könnten. Fälle mit besonderen persönlichen Härten sollten vorgezogen werden, hieß es. Ziel seien schnelle Erstattungen. "Wegen der außergewöhnlich hohen Zahl an Meldungen kann dies dennoch einige Zeit in Anspruch nehmen", teilte SH Netz mit.

Härtefallfonds

Zudem plant der Netzbetreiber den Angaben zufolge eine Härtefalllösung und hat hierzu Gespräche mit Anteilseignern aufgenommen. "Hierbei soll auf freiwilliger Basis aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht Geld bereitgestellt werden, um Menschen mit besonderen Belastungen durch den Stromausfall zu helfen", berichtete SH Netz. Der Gesamtumfang dieser angedachten Härtefallregelung stehe noch nicht fest. Aktuell sei davon auszugehen, dass dafür Mittel in einstelliger Millionenhöhe benötigt würden.

SH Netz geht nach früheren Angaben vom Zusammenwirken mehrerer technischer Umstände als Ursache für den Stromausfall am 18. Oktober aus. Von der Störung betroffen waren die Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde.

Auslöser der Störung war demnach ein Fehler im 110.000-Volt-Hochspannungsnetz. In der Folge hätten sich mehrere Umspannwerke abgeschaltet. Nach gut zwei Stunden kam die Entwarnung, alle Umspannwerke waren wieder am Netz.

Quelle: dpa

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