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Mecklenburg-VorpommernMehr Leseunterricht an Grundschulen in MV zeigt Wirkung

03.11.2026, 14:44 Uhr
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Seit zwei Jahren gibt es den Leseband an den Schulen im Nordosten. 20 Minuten am Tag zusätzliches Lesen sind nicht viel, doch die ersten Ergebnisse machen Hoffnung.

Schwerin (dpa/mv) - Das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich zwei Jahre nach Einführung des erweiterten Leseunterrichts zufrieden mit der Bilanz. Die Einführung des Lesebands 2024 für rund 76.000 Grundschüler sei wichtig gewesen, denn die Lesekompetenzen hätten sich dadurch deutlich erhöht, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Die Linke) auf einer Pressekonferenz. Sie beruft sich dabei auch auf Erkenntnisse einer wissenschaftlichen Studie. Klar ist aber auch: Das Bildungssystem im Land weist weiter Mängel auf.

20 Minuten zusätzlich Lesen am Tag, heißt es seit 2024 für alle Grundschüler in MV. Der Grund dafür waren schwache Fähigkeiten sowohl beim Lesetempo als auch beim Leseverständnis der Kinder. Vor Einführung des Lesebands hätten die Lesekompetenzen in MV fast durchgängig unter dem bundesweiten Durchschnitt gelegen, teilte Kathrin Mahlau von der Universität Greifswald mit. "Die Lücken zur Norm werden kleiner", lautet ihr Fazit.

Zweitklässler konnten am Ende der Testphase doppelt so viele Wörter lesen wie zuvor. In den Klassen 3 und 4 hat der Leseband auch effizient das Leseverständnis erhöht. Deswegen soll der Leseunterricht nach Vorstellung des Bildungsministeriums auch auf die Klassen 5 und 6 ausgeweitet werden. "Ich brauche Textverständnis für jedes Fach", begründet Oldenburg ihr Werben für mehr Lesen.

Bis zum Matheband dauert es noch eine Weile

Analog dazu plant die neu zu bildende rot-rot-grüne Koalition die Einführung eines Mathebands. Dabei gehe es um tägliche mathematische Übungen, sagte Oldenburg. Vor allem das Kopfrechnen soll gestärkt werden. Mit der Erarbeitung des Programms dafür hat das Ministerium vor zwei Jahren schon begonnen. Dennoch wird es wohl noch bis zum übernächsten Schuljahr dauern, bis es tatsächlich an die Schulen kommt. Oldenburg begründete dies unter anderem mit den nötigen Fortbildungen für Lehrer.

Quelle: dpa

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