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Bayern26-Jähriger nach Drohanrufen an Schule in Hof ermittelt

29.09.2026, 14:27 Uhr
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Mehr als 1.200 Schüler waren betroffen: Nach falschen Alarmen und Drohungen an einer Hofer Realschule gibt es nun einen Tatverdächtigen. Welche Konsequenzen ihm drohen.

Hof (dpa/lby) - Nach den Drohanrufen an einer Realschule in Hof haben Ermittler einen Tatverdächtigen ausfindig gemacht. Es handelt sich um einen 26-Jährigen aus Niedersachsen, wie die Staatsanwaltschaft Hof und das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilten. Bei ihm stellten Beamte am 22. September Kommunikationsgeräte und Datenträger sicher.

Im Juni hatte ein zunächst Unbekannter der Polizei eine Gewalttat mit mehreren Verletzten an der Realschule gemeldet. Die Meldung erwies sich als Täuschung, es gab weder Verletzte noch eine Gewalttat. Die Polizei durchsuchte die Realschule und das dortige Gymnasium. Über 1.200 Schüler waren den Angaben zufolge betroffen. Bis zum 21. Juni folgten laut Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Anrufe bei der Polizeiinspektion und im Schulsekretariat, in denen der Anrufer mehrfach mit Sprengstoffanschlägen drohte.

Ende Juni kamen die Ermittler durch eine Anzeige in einem anderen Fall auf die Spur des Tatverdächtigen. Ein Mann hatte angezeigt, dass seine Daten auf einer Onlineplattform ausgespäht worden waren. Eine dort vorliegende Sprachaufzeichnung begründete nach Abgleich mit den Drohanrufen den Tatverdacht gegen den 26-Jährigen.

Der Mann muss sich nun wegen der Drohanrufe strafrechtlich verantworten. Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen, ob er für weitere ähnliche Fälle in Deutschland verantwortlich sein könnte. Das Polizeipräsidium prüft zudem, ihm die Einsatzkosten in Rechnung zu stellen.

Quelle: dpa

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