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Mecklenburg-VorpommernMV-Regierung will Drohnensicherheit im Land erhöhen

01.10.2026, 17:03 Uhr
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(Foto: André Ballin/dpa)

Immer wieder lösen Drohnensichtungen Unsicherheit aus. Spioniert dort jemand professionell oder ist ein neugieriger Laie am Werk? Die Landesregierung in MV will sich einen Überblick verschaffen.

Schwerin (dpa/mv) - Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern will mit einem Pilotprojekt weiträumig Drohnen orten und erfassen, um besser gegen eventuelle Spionage- und Sabotageakte gewappnet zu sein. "Zum ersten Mal in Deutschland werden entlang der ganzen Küste und um ausgesuchte Einrichtungen hochmoderne, bereits erprobte Sensoren aufgestellt, um funkgesteuerte Drohnen großflächig ausfindig zu machen", teilte das Innenministerium in Schwerin dazu mit. Das so gewonnene Lagebild soll allen Sicherheitsbehörden in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden.

Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für sichere mobile Kommunikation (ISMK) an der Hochschule Stralsund und der daran angeschlossenen Gesellschaft für sichere mobile Kommunikation (GSMK) verwirklicht. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von Innenminister Christian Pegel auf eine Summe "im niedrigen siebenstelligen Bereich" - also mehr als eine Million Euro.

Die Sensoren erfassen die Funksignale der Drohnen und können sie dadurch orten. Wichtig sind vor allem die softwaregestützte Auswertung und das Filtern der Daten. "Wir wollen ja auch nicht eine Million Warnungen pro Stunde haben", erläutert der Leiter des ISMK, Andreas Noack. Laut GSMK-Geschäftsführer Björn Rupp soll das System innerhalb des nächsten Halbjahres in Betrieb gehen.

Ziel: Reaktionszeit bei verdächtigen Drohnenflügen verkürzen

Ziel der weiträumigen Drohnenaufklärung ist es, kritische Infrastruktur wie Häfen, aber auch Energieanlagen besser zu schützen. Überwacht wird zudem die gesamte Küstenlinie, um verdächtige Bewegungen zu registrieren. Die Beobachtung und Datenübermittlung in Echtzeit sollen Sicherheitsbehörden in die Lage versetzen, schnell auf mögliche Gefahren zu reagieren.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde in Deutschland vermehrt Drohnenalarm ausgelöst. Im August gab es am Flughafen Leipzig/Halle einen Vorfall mit einer Drohne, die mit Sprengstoff ausgerüstet war. Die Bundesregierung machte Russland verantwortlich. Moskau bestreitet das.

Jüngst wurde zudem der Fund von Drohnenteilen nahe dem Bundeswehr-Fliegerhorst im niedersächsischen Wunstorf bekannt. Auch in MV hat die Zahl der meldepflichtigen Drohnensichtungen über sicherheitsrelevanten Objekten zugenommen.

Quelle: dpa

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